Flensburg vs. Magdeburg - Nah dran am Unentschieden

Foto: Benjamin Nolte
Unser SCM war am Ende dran und hatte ein mögliches Unentschieden in der eigenen Hand. Über O´Sullivan, Bezjak, Lagergren und Weber wurden die letzten 11 Sekunden fast perfekt gespielt, nur der Außenpfosten war beim Wurf in die kurze Ecke im Weg. So jubelte die SG Flensburg-Handewitt am Ende über den 26:25-Sieg im Bundesliga-Spitzenspiel und ihre Revanche für das Aus im Pokal-Achtelfinale (28:31) gegen unsere Grün-Roten. „Man hat sofort gemerkt, dass die SG etwas gutmachen wollte“, beobachtete SCM-Coach Bennet Wiegert. „Wir sind leider nicht so gut ins Spiel gekommen. Meine Mannschaft kann besser spielen, aber hat einen tollen Charakter gezeigt. Es wäre Wahnsinn gewesen, wenn wir noch einen Punkt mitgenommen hätten.“ Fast hätte der SCM mit hoher Moral die Chance genutzt, dass Flensburg zu zeitig im Jubel-Modus war und nachlässig die Entscheidung in den letzten vier Minuten immer wieder vergab. „Wir müssen analysieren, dass uns im Spielverlauf zu viele vermeidbare Fehler unterlaufen sind“, sagte SCM-Linksaußen Matthias Musche nach Abpfiff in der FLENS-ARENA. Bis auf 1:1 und 17:17 führte der amtierende deutsche Meister fast komplett die 60 Minuten über. Unser SCM hatte 15 Fehlwürfe, 8 technische Fehler im Angriff. Im Tor hatte diesmal die SG mit 11 Paraden gegenüber 9 bei den Grün-Roten (Jannick Green 8, Dario Quenstedt 1 gehaltener Ball) das kleine Plus auf ihrer Seite. „Ich tue mich immer schwer, von einem verdienten Sieg zu sprechen, wenn Weber das Ding am Ende reingemacht hätte, wäre es auch ein verdientes Unentschieden gewesen. Natürlich ist ein Sieg dann immer irgendwie verdient. Flensburg hat das Spiel über weite Strecken im Griff gehabt, der SCM blieb immer in Distanz, aber die Führung lag dann schon über 60 Minuten bei Flensburg“, zog Sky-Experte Stefan Kretzschmar sein Fazit nach dem Bundesliga-Gipfeltreffen. „ Handball ist ein Mentalitätssport. Da geht es auch darum, wer will den Sieg ein bisschen mehr. Das will ich den Magdeburgern nicht absprechen. Aber wenn es dieses Pokalspiel vor 14 Tagen nicht gegeben hätte, dann hätte Flensburg heute nicht so gespielt. Sie waren gut vorbereitet.“ Der Spitzenkampf um den Meistertitel ist trotz weißer Weste der Flensburger weiterhin total offen. „Kretzsche“ glaubt: „Die Rückrunde wird spannend für Flensburg, für Magdeburg ist nichts passiert. Das Viererrennen mit der SG, SCM, THW und Löwen wird auch ein Viererrennen bleiben. Da ist keiner enteilt wegen eines Heimsiegs.“ Für unseren SCM beginnt nach einem freien Wochenende am Montag die Vorbereitung auf das nächste Bundesliga-Auswärtsspiel am kommenden Donnerstag (live 19 Uhr auf Sky) bei dem momentan stark aufspielenden TVB Stuttgart.
