"Nicht zu fassen": U19-Weltmeister zurück in Magdeburg

Noah Hensen und Monty Kleinsteuber sind Weltmeister.
Mit der Goldmedaille bei der Weltmeisterschaft gelang der deutschen U19 am vergangenen Wochenende Historisches. Mittendrin: zwei YoungsterS vom SC Magdeburg.
Monty Kleinsteuber holt seine Goldmedaille aus der Tasche hervor, Noah Hensen tut es ihm gleich. „Leider ist das Band schon zerrissen. Das hat die Feierlichkeiten nicht überstanden“, ertönt es fast monoton aus den beiden Nachwuchsspielern, die nach dem Tanzen auf der Bühne erst einmal ihre Orden wieder einsammeln mussten. Etwas surreal ist es für die beiden aber schon, diese Auszeichnung in den Händen zu halten. „Ich merke, dass das alles erstmal sacken muss. Die Leute gratulieren und ich kann es noch gar nicht richtig fassen“, sagt Kleinsteuber.
Unglaublich war auch das Finale gegen Spanien. Unentschieden, zweifache Verlängerung, Siebenmeterwerfen – noch in der 79. Minute hatte das Team mit 33:36 zurückgelegen. Doch nach 80 Spielminuten und 14 Siebenmeterschützen war die Partie gegen Spanien entschieden, hielt Torhüter Anel Durmic den entscheidenden Wurf und sicherte Deutschland den 41:40-Sieg. Was für eine Teamleistung, was für eine Mentalität!
„Wir sind als Mannschaft so gut zusammengewachsen. Wenn du der festen Überzeugung bist, dass du das gewinnen kannst und weißt, wie gut deine Teammitglieder sind, dann entwickelt sich das so“, erklärt Kleinsteuber und Hensen ergänzt: „Ich habe mir einfach nur vorgestellt, was ich zu gewinnen habe. Diesen Traum wollte ich nicht wegwerfen. Da gehst du all-in.“
Die Resonanz im Anschluss war riesig. Zahlreiche Nachrichten, ein großes mediales Echo und natürlich ein herzlicher Empfang zurück im Kreise des SCM waren nur ein Teil der Aufmerksamkeit, die den beiden nach dem Erfolg zu Teil wurde. Beim Hummel Cup heute werden Kleinsteuber und Hensen derweil noch einmal vom Verein geehrt. „Das ist genauso eine Auszeichnung für den SCM und die Nachwuchsarbeit hier. Es macht uns stolz, ein Teil davon zu sein“, sagt Hensen.
Schon am Wochenende ruft aber wieder der Alltag. Die YoungsterS starten in der 3. Liga Nord-Ost am Sonntag (16 Uhr) bei den Füchsen Berlin II in die neue Spielzeit und wollen auch da zeigen, was sie können. „Besser kann man nicht in die Saison gehen. Das stärkt dein Selbstbewusstsein und man hat einfach noch mehr Bock, wieder loszulegen und das Größtmögliche rauszuholen“, so Kleinsteuber.
