SCM-Trainer Bennet Wiegert: "Als Mannschaft gestärkt zurückkommen"

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Foto: Franzi Gora / nebHandball

"Es war ein dramatisches Spiel aus unserer Sicht. Wir haben viel investiert, viel gekämpft. Ich hätte mir gewünscht, dass wir uns zumindest mit einem Punkt belohnen. Wir sind hochgradig enttäuscht“, sagte gestern SCM-Trainer Bennet Wiegert nach der 24:25-Niederlage bei den Füchsen Berlin im Verfolgerduell der Bundesliga. „Ich fühle mit Benno und seiner Mannschaft, wie es ist ohne Punkt nach Hause zu fahren. Nach einem hochemotionalen Spiel, was man in der Halle, auf dem Spielfeld und auf den Bänken fühlen konnte“, sagte Füchse-Sportdirektor Stefan Kretzschmar auf der Pressekonferenz. Es war ein Riesenspiel, ein Riesenkampf, eine Abwehrschlacht, in die beide Mannschaften alles reinwarfen, sich nichts schenkten vor der Kulisse des „Fuchsbaus“.  „Das war ganz wichtig. Das waren vier Punkte“, sagte Füchse-Rückraumspieler Paul Drux. „Zwei für die Tabelle, zwei für den Kopf.“

Kein Team konnte sich wirklich im Spiel absetzen, immer wieder wechselte die Führung. Bei 15:12 (32.) und 24:23 (56.) für den SCM  und 22:20 (48.) für die Füchse war das Momentum im Wechsel auf beiden Seiten. Ausgerechnet in der Crunchtime zeigte der SCM Nerven. Mit klaren Chancen gescheitert, einfache Fehler gemacht. Sky-Experte Martin Schwalb brachte es in seiner Analyse auf den Punkt: „Für Berlin war es ein wichtiger Sieg. Aber die Magdeburger können einem leid tun. Sie haben großartig gekämpft und hätten den Punkt verdient gehabt. Aber die Füchse waren cleverer und haben ihr Heimspiel gewinnen können.“ Wie auch das Torwartduell. Silvio Heinevetter kam auf 11 Paraden für die Füchse, Jannick Green und Tobias Thulin zusammen auf 6 für den SCM. Ab Mitte der zweiten Halbzeit war das Plus mit den gehaltenen entscheidenden Bällen klar bei Berlin. 18 Fehlwürfe und 7 technische Fehler waren die „Kleingkeit“ zu viel beim SCM im Duell auf Augenhöhe. „Die Bundesliga ist so verrückt und ausgeglichen, da muss man jede Partie gewinnen. Allerdings habe ich auch gelernt, dass die Liga nicht in den Spitzenspielen entschieden wird. Es geht darum, die Punkte bei allen anderen Gegnern zu holen. Für uns ist wichtig, aus der Niederlage in Berlin die richtigen Schlüsse zu ziehen und als Mannschaft gestärkt zurückzukommen“, analysiert SCM-Coach „Benno“ Wiegert. Die Zeit ist kurz. Am Donnerstag (19 Uhr, GETEC Arena) geht es gegen den zuletzt spielfreien und ausgeruhten SC DHfK Leipzig. Auch das ist wieder ein hochemotionales, brisantes Derby. In der Hinrunde gewann der SCM durch ein Tor von Daniel Pettersson in letzter Sekunde mit 26:25 und durfte danach feiern!